Ein kantonaler und ein kommunaler Gestaltungsplan bilden die Basis

Kantonsschule, Gewerbe, Dienstleistungen, Wohnen, Seeuferpark, öffentliche Einrichtungen: Damit das ehemalige Industrieareal neu genutzt werden kann, braucht es eine planungsrechtliche Grundlage. Zu diesem Zweck führten der Kanton Zürich und die Gemeinde Uetikon am See bis 2021 gemeinsam eine Gebietsplanung durch. In einer guten Zusammenarbeit entstanden der kantonale Gestaltungsplan «Kantonsschule am See», der den Bereich der Schulnutzungen im Osten abdeckt, sowie der kommunale Gestaltungsplan «Lebendiges Quartier am See» für den restlichen Teil des Areals. Die Pläne sind eng aufeinander abgestimmt. Sie regeln die Bebauung, die Nutzung, den Freiraum, die Erschliessung und die Ver-/Entsorgung grundeigentümerverbindlich.

 

Während der öffentlichen Auflage vom 29. Mai bis 27. Juli 2020 konnte sich die Bevölkerung schriftlich dazu äussern. Für den kantonalen Gestaltungsplan gingen rund 30 und für den kommunalen Gestaltungsplan rund 40 Einwendungen ein. Am 2. November 2020 führte der Gemeinderat eine Online-Veranstaltung durch, an der er über den Umgang mit den Einwendungen informierte.

 

Entscheid an Gemeindeversammlung vom 14. und 15. Juni 2021

Festgesetzt wird der kantonale Gestaltungsplan durch die Baudirektion, der kommunale Gestaltungsplan bedarf der Genehmigung durch die Uetiker Gemeindeversammlung. Geplant war, dass die Gemeindeversammlung vom 22. März 2021 über den Gestaltungsplan «Lebendiges Quartier am See» und die damit verbundene Teilrevision der Richt- und Nutzungsplanung befindet. Aufgrund der zu erwartenden grossen Teilnehmerzahl und der allgemeinen Pandemielage von COVID-19 entschied der Gemeinderat aber frühzeitig, die Gemeindeversammlung am 14. und 15. Juni 2021 in der Dreifachturnhalle Riedwies durchzuführen, zusammen mit der Genehmigung der Jahresrechnung 2020 und allfälliger weiterer Geschäfte.

 

Fliessender Übergang der vier Bereiche

Die beiden Gestaltungspläne gliedern das Areal in vier Bereiche, die fliessend ineinander übergehen: Der Westen dient primär dem Wohnen. Die gemischt genutzte «Mitte» ist als Begegnungsraum vorgesehen und bietet Flächen für öffentliche Nutzungen, Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen. Das Schulareal wird Raum für rund 2000 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II bieten. In den bestehenden Gebäuden am Hafen sind Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen sowie öffentlichen Nutzungen vorgesehen. Zudem entsteht ein öffentlicher Seeuferpark, der sich über die gesamte Länge des Areals von rund 750 Metern erstreckt und eine Fläche von rund 18'000 maufweist. Er verbindet die vier Bereiche und soll für Erholung, Freizeit und Kultur genutzt werden. Über eine Passerelle werden die Schulen und das Areal mit dem Dorf verbunden und für Fussgängerinnen und Fussgänger erschlossen.